Nächste Filmtermine:                                                                            

19.01. München um 17:30h – Werkstattkino, Doublefeature mit Toller-Film von Fred Darimont

22.01. München um 20:00h – Lihotzky - „Die Revolutionierung der Köpfe“ - Vortrag von Ingrid Scherf über Kurt Eisner, danach Film „Es geht durch die Welt ein Geflüster“ daslihotzky.com

19.01. München um 17:30h – Werkstattkino, Doublefeature Revolutionsfilme

Experimentalfilm: "ERNST TOLLER - REVOLUTION UND GEFANGENSCHAFT 1918 BIS 1924“

Der Eichstätter Filmemacher Fred Darimont  setzt sich in dieser ungewöhnlichen Dokumentation mit dem Schriftsteller, Theatermacher, Politiker und Revolutionär Ernst Toller auseinander, der eine führende Rolle in den revolutionären Kämpfen in München 1918/1919 hatte. Der 45 minütige Film erzeugt mit Stilmitteln der Collage aus Bildern, Texten und Musik "thematische Skulpturen", die für die an lineare Bildfolgen gewöhnten Betrachter traditioneller Dokumentationen zunächst ungewohnt sein mögen. Zu seinen Stilmitteln gehört auch der kreative Einsatz von historischen Tondokumenten Tollers." Länge 45 Min.

danach "Es geht durch die Welt ein Geflüster" und Publikumsgespräch - Fred Darimont und Uli Bez sind anwesend

 

28.04. München um 11h – Neues Maxim; Doublefeature mit Toller-Film von Fred Darimont (gleiches Programm wie 19.1.)  www.neues-maxim.de

 
"Es geht durch die Welt ein Geflüster"
ZeitzeugInnen der Münchner Revolution & Räterepublik  1918/19 berichten
 
In der Nacht zum 8. November 1918 ändert sich das politische Gesicht Baierns vollständig: In München, dem Hauptschauplatz der Revolution wird die Monarchie gestürzt. Kurt Eisner ruft den Freistaat Baiern aus und wird erster Ministerpräsident: In der Folge kämpfen revolutionäre und reaktionäre Kräfte ein halbes Jahr lang mit allen Mitteln um die Macht. Der Dokumentarfilm „Es geht durch die Welt ein Geflüster“ entstand zum 70. Jahrestag der Münchner Revolution und Räterepublik im Jahr 1988/89, das sich dieses Jahr zum 100. Mal jährt. Er verwebt zeitgeschichtliche Film -und Fotodokumente und Interviews. Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagten ZeitzeugInnen: Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten wie Centa Herker, Hugo Jakusch, Emil Meier und Peter Lichtinger.

Zum Schutz vor rechtsradikalen Übergriffen hatten sich einige der ProtagonistInnen damals anonymisieren lassen. So trat die bekannte Kommunistin und Antifaschistin Centa Herker-Beimler unter dem Namen Rosa auf und der Anarchist Benno Scharmanski verzichtete auf die Nennung seines Nachnamens. „Es geht durch die Welt ein Geflüster" ist der erste Dokumentarfilm der Filmemacherin Ulrike Bez und ist gleichzeitig eines der ganz wenigen Bewegtbilddokumente, das den ZeitzeugInnen aus dem linken Spektrum eine Stimme gibt. Viele der damaligen ZeitzeugInnen wurden durch die Ereignisse 1918/19 politisiert und waren mutige Kämpfer für die Freiheit. Einige von Ihnen wurden während der Nazidiktatur verfolgt und im KZ inhaftiert. Die meisten blieben ihr ganzes Leben politisch aktiv. Ihrem Andenken ist dieser Film gewidmet.

D 1989/2018   57 Min. 

Buch & Regie Uli Bez

Recherchekollektiv: Ulrike Bez  Petra Gerschner  Michael Backmund

Kamera Petra Gerschner   Ton Michael Backmund

Schnitt 1989 Wolfgang Grimmeisen/B.O.A.

Schnitt 2018 Ulrike Bez/BEZMedien

Produktion Peider A. Defilla/B.O.A. und Ulrike Bez

 

Musik:


Hugo Jakusch singt "Es geht durch die Welt ein Geflüster"