Nächste Termine "Es geht durch die Welt ein Geflüster":   
 
Trailer: hier anschauen  

B2 Radio: Zeitzeugen erzählen, wie die Revolution in München war

 

15.04. München um 19:00h, Barrio Olga Benario, Schlierseestr. 21

23.04. München um 19:30h, Riffraff, Tegernseer Landstr. 96

28.04. München um 11h – Neues Maxim; Doublefeature Revolutionsfilme (Beschreibung siehe 26.5.)    Fred Darimont und Uli Bez sind zum Filmgespräch anwesend.

29.04. Trostberg um 20:15h, Stadtkino - mit Sektempfang um 19h

17.05. Nürnberg um 19h Filmhaus

26.05. Eichstätt, 11h – Filmstudio im alten Stadttheater, Doublefeature Revolutionsfilme - Ernst Toller-Revolution und Gefangenschaft 1918-1924 von Fred Darimont – Matinee mit musikalischer Umrahmung

Der Eichstätter Filmemacher Fred Darimont setzt sich in dieser ungewöhnlichen Dokumentation mit dem Schriftsteller, Theatermacher, Politiker und Revolutionär Ernst Toller auseinander, der eine führende Rolle in den revolutionären Kämpfen in München 1918/19 hatte. Der 45-minütige Film erzeugt mit Stilmitteln der Collage aus Bildern, Texten und Musik "thematische Skulpturen", die für die an lineare Bildfolgen gewöhnten Betrachter zunächst ungewohnt sein mögen. Zu den Stilmitteln gehört auch der kreative Einsatz von historischen Tondokumenten Tollers.
Trailer hier anschauen

 
 
"Es geht durch die Welt ein Geflüster"
ZeitzeugInnen der Münchner Revolution & Räterepublik  1918/19 berichten
 
 
 
Zwischen dem 7. November 1918 und dem 2. Mai 1919 ändert sich das politische Gesicht Baierns vollständig: In München, dem Hauptschauplatz der Revolution wird die Monarchie gestürzt. Am 8. November ruft Kurt Eisner den Freistaat Baiern aus und wird erster Ministerpräsident: In der Folge kämpfen revolutionäre und reaktionäre Kräfte ein halbes Jahr lang mit allen Mitteln um die Macht. Der Dokumentarfilm „Es geht durch die Welt ein Geflüster“ entstand zum 70. Jahrestag der Münchner Revolution und Räterepublik im Jahr 1988/89, das sich dieses Jahr zum 100. Mal jährt. Er verwebt zeitgeschichtliche Film -und Fotodokumente und Interviews. Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagten ZeitzeugInnen: Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten wie Centa Herker, Sophie Radischnigg, Minna Dittenheber, Hugo Jakusch, Emil Meier und Peter Lichtinger.

Zum Schutz vor rechtsradikalen Übergriffen hatten sich einige der ProtagonistInnen damals anonymisieren lassen. So trat die bekannte Kommunistin und Antifaschistin Centa Herker-Beimler unter dem Namen Rosa auf und der Anarchist Benno Scharmanski verzichtete auf die Nennung seines Nachnamens. „Es geht durch die Welt ein Geflüster" ist der erste Dokumentarfilm der Filmemacherin Ulrike Bez und gleichzeitig eines der ganz wenigen Bewegtbilddokumente, das den ZeitzeugInnen aus dem linken Spektrum eine Stimme gibt. Viele der damaligen ZeitzeugInnen wurden durch die Ereignisse 1918/19 politisiert und waren mutige Kämpfer für die Freiheit. Die meisten von Ihnen wurden während der Nazidiktatur verfolgt und im KZ inhaftiert. Sie blieben ihr ganzes Leben politisch aktiv. Ihrem Andenken ist dieser Film gewidmet.

D 1989/2018   70 Min. 

Buch, Regie & Schnitt Uli Bez

Recherchekollektiv: Ulrike Bez  Petra Gerschner  Michael Backmund

Kamera Petra Gerschner   Ton Michael Backmund

Produktion Peider A. Defilla/B.O.A. und Ulrike Bez

 

Musik:


Hugo Jakusch singt "Es geht durch die Welt ein Geflüster"