Nächste Filmtermine:                                                                             

04.10. 19:30h Nürnberg, Casablanca Kino  DFV Franken                                                                      06.10. Lauf a.d. Pegnitz um 19h, vhs

01.11. Offingen um 17h – Donaulichtspiele

04.11. Rosenheim um 19h – Linkes Zentrum in Selbstverwaltung Eintritt frei

24.11. München um 18h Kreativgarage am Ackermannbogen - Doublelefeature mit „Halt durch Dirndl“ Film über Centa Herker.

29.11. um 19h München, Carl-Amery-Saal; Film und Diskussion – Veranstalter: Petra-Kelly-Stiftung in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek

 
 
"Es geht durch die Welt ein Geflüster"
ZeitzeugInnen der Münchner Revolution & Räterepublik  1918/19 berichten
 
 

Zwischen dem 7. November 1918 und dem 1. Mai 1919 ändert sich das politische Gesicht Baierns vollständig: In München, dem Hauptschauplatz der Revolution wird die Monarchie gestürzt. In der Nacht zum 8. November ruft Kurt Eisner den Freistaat Baiern aus und wird erster Ministerpräsident: In der Folge kämpfen revolutionäre und reaktionäre Kräfte ein halbes Jahr lang mit allen Mitteln um die Macht. Der Dokumentarfilm „Es geht durch die Welt ein Geflüster“ entstand zum 70. Jahrestag der Münchner Revolution und Räterepublik im Jahr 1988/89, das sich dieses Jahr zum 100. Mal jährt. Er verwebt zeitgeschichtliche Film -und Fotodokumente und Interviews. Zu Wort kommen die damals bereits hochbetagten ZeitzeugInnen: Kommunisten, Sozialisten, Anarchisten wie Centa Herker, Hugo Jakusch und Helmut Lichtinger.

Zum Schutz vor rechtsradikalen Übergriffen hatten sich einige der ProtagonistInnen damals anonymisieren lassen. So tritt die bekannte Kommunistin und Antifaschistin Centa Herker-Beimler unter dem Namen Rosa auf und der Anarchist Benno verzichtet auf die Nennung seines Nachnamens. „Es geht durch die Welt ein Geflüster" ist der erste Dokumentarfilm der Filmemacherin Ulrike Bez und ist gleichzeitig eines der ganz wenigen Bewegtbilddokumente, das den ZeitzeugInnen aus dem linken Spektrum eine Stimme gibt. Viele der damaligen ZeitzeugInnen wurden durch die Ereignisse 1918/19 politisiert und waren mutige Kämpfer für die Freiheit. Einige von Ihnen wurden während der Nazidiktatur verfolgt und im KZ inhaftiert. Die meisten blieben ihr ganzes Leben politisch aktiv. Ihrem Andenken ist dieser Film gewidmet.

Buch & Regie Uli Bez D 1989  43 Min.                                                                                                    Kamera Petra Gerschner Ton Michael Backmund                                                                                     Schnitt Wolfgang Grimmeisen                                                                                              Recherchekollektiv: Ulrike Bez  Petra Gerschner  Michael Backmund                                                        Produktion Peider A. Defilla/B.O.A. und Ulrike Bez